Die Jahrhundertflut - Schicksalstage in Mitteldeutschland

 

Es war eine Naturkatastrophe von europäischer Dimension, die Millionen Menschen in Ungarn, Rumänien, Österreich, Tschechien und Deutschland heimsuchte – die Flut im Hochsommer 2002. Der Blick  auf die Verwüstungen macht klar: Was da wütete, war eine Jahrhundertflut!

Im mitteldeutschen Raum entwickelte sie gewaltige Zerstörungskraft – ausgelöst durch Regenmassen von bis zu 400 Litern pro Quadratmeter.

Die Kulisse wird ins Wasser gelassen

Die ersten Akteure betreten das Set

Taucher sichern das Set

Das Kamera-Equipment geht baden

Die schweren Regenfälle vom August 2002 werden mit Regenlanzen simuliert

Die Wasserrettungskräfte bergen die vom Hochwasser bedrohte Bevölkerung

Ein Sandsackdeich mit Gedenkkerzen

Aus dem Flutgebiet evakuierte Menschen kommen in Schulgebäuden unter

Alles schwimmt

Solche Wassermengen verwandelten friedlich dahinplätschernde Gebirgsbäche in reißende Ströme und trieben die Elbe zu historischen Rekord-Pegelständen. Talsperren konnten die Fluten nicht halten und brachen. Eine Vorwarnzeit gab es nicht, und die dramatischen Ereignisse überschlugen sich. Urplötzlich wurde aus dem gewohnten Alltag ein Kampf um Leben und Tod. Hunderttausende Menschen mussten vor den Wassermassen fliehen oder eiligst evakuiert werden. Viele von ihnen verloren ihr ganzes Hab und Gut. Familien wurden auseinandergerissen, es gab 21 Tote.

So etwa zwei Feuerwehrleute, die einem Notruf folgen und selbst in tödliche Gefahr geraten. Die Zeit wird knapp, um die panisch schreienden Menschen aus dem einstürzenden Haus zu holen.

In einer Kleinstadt überrollen die Fluten eine Geburtstagsgesellschaft. Schnell stellt sich die Frage, zuerst sich oder Ertrinkende auf der anderen Straßenseite zu retten.

Als das Hochwasser den Rand seines Dorfes erreicht, spürt ein Bauer die Pflicht, den Ort zu retten. Die Ehefrau mit 800 Tieren lässt er allein. Der Konflikt, der ausbricht, stellt beide vor eine harte Probe.

Zwei Taucher finden eine Frau, die beim Rettungsversuch aus schwindelnder Höhe ins Wasser stürzt. Ihre Bemühungen, den leblosen Körper zu reanimieren, scheinen Erfolg zu haben…

In einer Gemeinde nutzt ein Ehemann die Wirren der Flut, um seine Frau zu verlassen. Für sie unfassbar, in der Katastrophe im Stich gelassen zu werden. Sie steht unter Schock inmitten ihres Hauses voller Wasser und Schlamm.

Angereichert durch Dokumentar-Aufnahmen und nachgestellte Szenen erlebt der Zuschauer Grenzerfahrungen, die Menschen während der Jahrhundertflut 2002 gemacht haben. Sie erzählen so, als wäre die Katastrophe erst gestern gewesen. Die Erfahrungen sind unterschiedlich. Doch aus allen spricht die Angst vor den tödlichen Fluten.

Ausstrahlung: 12.08.2007 im MDR Fernsehen